Wir, das sind Marlene und Thomas. Das sind 11 Jahre Kommunikationsexpertise und über 20 Jahre Kochkunst. Zwei Dinge, die sich ideal zu einem Blog vereinen lassen - weshalb wir auch auf diese Idee gekommen sind und dieses spannende Projekt gestartet haben.

 

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Eine neue Fleischkultur - entstanden mitten im Mostviertel

17.06.2018

Beitrag enthält Produktplatzierungen. Bereits seit unserem Japan-Urlaub sind wir den dortigen Rinderrassen verfallen und so spitzten wir auch die Ohren, als wir hörten, dass diese nun auch in Österreich auf dem Vormarsch sind. Schon des Öfteren haben wir vom Wagyuhof Mostviertel gelesen und so wollten wir ihm einmal einen persönlichen Besuch abstatten.

 

Letzten Freitag fuhren wir also die eineinhalb Stunden bei bestem Wetter ins schöne Mostviertel und waren erfreut zu sehen, dass wir in einigen Punkten mit dem Hof bzw. dessen Betreibern auf gleicher Wellenlänge waren. Neben Geschmack und Qualität des Fleisches stehen Tierwohl und hochwertige Futtermittel zu 100% gentechnikfrei und aus Eigenanbau an vorderster Stelle. Die Tiere werden in Mutterkuhhaltung gehalten und dürfen bei Belieben jederzeit auf die Wiese - manche zogen bei den heißen Temperaturen aber den Innenbereich des Stalls vor ;)

 

Weiters wird vollkommen auf Hormone und Wachstumsförderer verzichtet sowie möglichst stressfrei und respektvoll geschlachtet. Der Schlachthof ist nur ein paar Minuten entfernt und die Tiere werden bereits am Vorabend angeliefert und bekommen noch einmal Futter zur Beruhigung, bevor sie in der Früh die ersten sind. Bis zu 32 Monate kann die Aufzucht der Ochsen und Kalbinnen dauern - in der modernen Massentierhaltung wäre das eine halbe Ewigkeit. Das Fleisch könnte sogar noch stärker marmoriert sein, wird uns gesagt, es wird aber darauf verzichtet, da sich die Tiere dafür weniger bewegen dürften.

 

Diese Dinge sind auch für uns essentiell und wer, wie wir, gerne Fleisch isst, sollte zumindest schauen, wo es herkommt und wie mit den Tieren dort umgegangen wird bzw. auch, woher das Futter kommt. Dann schmeckt es nicht nur besser, sondern ist auch besser für unsere eigene Gesundheit - du bist, was du isst!

 

Alle 65 Wagyus haben einen Namen (und können auch genau unterschieden werden, auch wenn für uns Fremde viele ähnlich aussahen). Nur die “normale” Kuh namens “Flecki” sticht heraus, sie ist das letzte Überbleibsel der ursprünglichen Milchwirtschaft. Wie jeder halbwegs aufgeklärte Mensch weiß, rentiert sich diese heutzutage ja leider absolut nicht mehr (Mineral teilweise teurer als Milch!) und so hatten Florian Irxenmayr, Patrick Fehringer und Karl Peterseil 2012 die geniale Idee, die Wagyu-Marktlücke in Österreich zu füllen. Ihr Projekt haben die Drei auf die Zucht von reinrassigen pechschwarzen Wagyu-Tieren und auf die Kreuzung mit normalem Fleckvieh ausgerichtet. Für sämtliche Produktionsstufen (vom Kalben bis hin zum Versand) zeichnen sie selbst verantwortlich und können so die höchste Fleischqualität sicherstellen.

 

Wagyu (übersetzt „japanisches Rind“) ist eine Rinderrasse japanischen Ursprungs und das teuerste und exklusivste Rind der Welt. Eine Besonderheit dieser Rinder ist, dass sie in ihrer langen Geschichte kaum Kreuzungen unterzogen wurden. Lange Zeit wurden sie ausschließlich als Arbeitstiere eingesetzt und interessant: Der Verzehr war nach den Gesetzen des Buddhismus in Japan verboten.

 

Es gibt heute drei häufig auftretende Wagyu-Rassen. Japanese Black (Kuroge Wagyu), Japanese Shorthorn (Tankaku Wagyu) und Japanese Brown (Akage Wagyu). Japanese Black dominiert jedoch den Markt.

 

Das Wagyu-Rind ist auch als Koberind bekannt, was insofern eine nicht ganz richtige Bezeichnung ist, da nur das Fleisch der Wagyū-Rinder, die in der japanischen Region Kobe geboren, aufgezogen, gemästet und geschlachtet wurden, die Bezeichnung Kobe tragen darf. Das Fleisch der Rinder ist besonders zart und hat eine exzellente Marmorierung mit feinen Fettäderchen - es ist das am stärksten marmorierte Fleisch aller Rinderrassen! Genau diese intramuskuläre Fetteinlagerung ist für den guten Geschmack und die unvergleichliche Zartheit verantwortlich. Dass die Tiere regelmäßig (und mit Bier) massiert werden, ist lediglich einem kreativen Marketingmenschen eingefallen - essentiell ist vor allem die Genetik!

 

Nach einer interessanten Führung, einem Besuch auf der Weide und ein paar Bierchen bekamen wir coolerweise auch gleich ein paar Stücke Fleisch mit, mit denen wir uns etwas interessantes einfallen lassen werden. Mal sehen, wie sich einige klassische österreichische Gerichte mit Wagyu machen :P

 

Wem schon jetzt das Wasser im Mund zusammenläuft, der kann sich auf www.wagyu-oesterreich.at etwas bestellen oder jeden Freitag Nachmittag beim Ab-Hof-Verkauf selbst abholen. Von Burgerpatties (haben wir schon probiert - jetzt wollen wir nur mehr diese!) über klassische Steaks bis hin zu Special Cuts gibt es dort alles, was das Meatlover-Herz begehrt. 

 

Hier noch ein paar Impressionen, mehr davon gibt es auf unserer Facebookseite als Album.

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