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Das Rätsel der Kakaobohne

12.02.2018

Direkt neben der eindrucksvollen Maya-Stätte Uxmal findet sich ein interessantes Museum, das ganz im Zeichen der Schokolade steht.

Heutzutage ist sie ein sehr beliebtes und viel konsumiertes Genussmittel, aber das war nicht immer so. Bei den Maya und den Azteken dienten die Kakaobohnen als Zahlungsmittel und das göttliche Getränk war nur einigen Auserwählten vorbehalten.

 

Um als Währung zu dienen, muss ein Gegenstand so selten oder wertvoll sein, dass man ihn besitzen möchte. Der Kakao verdankt seinen Wert den schwierigen Bedingungen seines Anbaus und seiner Ernte. Vor allem der geringe Ertrag eines Kakaobaums macht aus den Kakaobohnen ein kostbares Nahrungsmittel.

 

Fun Fact: Schon damals wurde gefälscht und so wurde manchmal die Hülle der Bohne mit Ton gefüllt und die Bohne woanders verkauft. Das Wort „Cacao“ kommt übrigens vom olmekischen Wort „kawkaw“.

 

Die Ersten, die Kakao anbauten, waren die Maya, eine der ältesten Kulturen Amerikas. Sie verwendeten die Kakaobohnen als Tauschwährung für Nahrungsmittel oder Kleidungsstücke, aber auch zur Zubereitung eines bitteren Getränks, dem Xocoatl, der nichts mit der Schokolade, wie wir sie heute trinken, zu tun hat. Dieses Getränk bestand aus gerösteten und gemahlenen Kakaobohnen, die mit Wasser und Gewürzen (oft wurden Pfeffer, Chilis und Vanille dazu gegeben, am häufigsten jedoch gekochter, gemahlener Mais) vermengt wurden. Der Schokotrank war für Adelige und Krieger reserviert bzw. um besondere Momente zu feiern (so wie wir Champagner heute trinken).

 

Bis zum 16. Jahrhundert war die Schokolade auf dem europäischen Kontinent unbekannt. Erst als die Spanier unter Herman Cortès 1519 das Gebiet der Azteken (das heutige Mexiko) überfielen, entdeckten sie dieses Nahrungsmittel. Cortés eroberte 1519 bis 1522 das Aztekenreich auf brutale Weise. Auch er erkannte nur den Wert der Kakaobohnen als Zahlungsmittel und ließ eine große Plantage errichten, um Geld "zu züchten" (Geld wächst an den Bäumen). Auch Zucker wurde erst im 16. Jahrhundert von den Spaniern hinzugefügt.

 

Bis heute ist nicht ganz geklärt, woher die Bohne ursprünglich stammt und wie sie sich so sehr ausbreiten konnte. Der Samen muss nämlich innerhalb von zehn Tagen eingesetzt werden und früher ging das Vorankommen ja bekanntlich nicht so schnell. Es wird allerdings vermutet, dass sie sich Schritt für Schritt mit der damaligen Zivilisation bzw. über Tiere ausgebreitet hat.

 

Bis ins 19. Jahrhundert hinein blieb die Schokolade ein Luxusgut für die Reichen. Erst als Maschinen zur Verarbeitung des Kakaos erfunden wurden und die Erträge im Kakaoanbau stiegen, konnten sich auch andere Bevölkerungsschichten Schokolade leisten. Im 19. Jahrhundert wurden zahlreiche Schokoladenfabriken gegründet, die zum Teil bis heute bestehen. Unermüdlich arbeiteten die Fabrikanten daran, die Qualität der Schokolade zu verbessern. 1848 brachte eine englische Firma zum ersten Mal eine essbare Schokolade aus Kakaomasse, Kakaobutter und Zucker auf den Markt. Bis dahin konnte man Schokolade nur trinken.

 

Der Kakao ist heutzutage zwar keine Tauschwährung mehr, aber er spielt immer noch eine wichtige Rolle und ist ein an der Börse gehandelter Rohstoff. Außerdem sagt man der Schokolade zahlreiche gute Eigenschaften nach, insbesondere auf „medizinischem“ Gebiet, wo er als nahrhaft, depressionshemmend und sogar aphrodisisch gilt.

 

Zugleich handelt es sich um eine der faszinierendsten Früchte überhaupt, denn bis heute ist sie für Wissenschaftler und auch für die Kakaoproduzenten ein Mysterium. Zwar weiß man sehr genau, wie man Kakaobohnen verarbeiten, trocknen oder rösten muss, damit sie ihr Aroma entfalten. Doch welche Inhaltsstoffe im Detail das besondere Aroma bewirken, ist bislang nur zu einem kleinen Teil verstanden.

 

Die ganzen Bilder zu unserer Reise findet ihr in unserem Facebook-Album hier: http://bit.ly/mexikoalbum.

 

 

 

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