Wir, das sind Marlene und Thomas. Das sind 11 Jahre Kommunikationsexpertise und über 20 Jahre Kochkunst. Zwei Dinge, die sich ideal zu einem Blog vereinen lassen - weshalb wir auch auf diese Idee gekommen sind und dieses spannende Projekt gestartet haben.

 

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Grillspecial: Neapolitanische Pizza vom Weber Pizzastein

08.10.2017

Dieser Beitrag enthält Produktplatzierungen. Nach mehrmaligen Reisen nach Kampanien sind wir der echten neapolitanischen Pizza verfallen. Nun gibt es in Wien zwar bereits einige Pizzerien, die geschmacklich denen aus Neapel nahekommen, aber wir wären nicht die Küchen Rowdys, wenn wir sie nicht am liebsten auch selber so hinbekommen möchten. Aber als wäre das Ziel, eine vera pizza napoletana zu fabrizieren, nicht schon schwierig genug, wollten wir dies am Grill schaffen - auch, da unser Backrohr einfach nicht genügend Hitze dafür aufbringt. Da war das Ergebnis daher nämlich immer nur mittelmäßig, denn da die Hitze zu gering ist, muss die Pizza unweigerlich länger drinnen bleiben und der Rand geht nicht schön auf, sondern wird hart und trocken - ein No-Go.

 

Wenn es um's Grillen geht, kommt man an einer Firma nicht vorbei: Weber-Stephen. Und diese war so nett, uns den Pizzastein (einen von mehreren vielfältigen Einsätzen für die Grills mit GBS-System) zum Test zur Verfügung zu stellen. Trotz mittelmäßigen Wetters nutzten wir also die nächstbeste Gelegenheit zum Grillen. Denn nur weil der Sommer vorbei ist, müsst ihr euren Grill nicht einmotten - ganz im Gegenteil!

 

Wir haben den Pizzastein gleich mal auf Herz und Nieren getestet und insgesamt neun Pizzen in sieben Stunden gemacht - Hardcore grillen quasi ;)

 

Es ist noch kein Pizzaiolo vom Himmel gefallen und so haben auch wir erst einmal verschiedenes ausprobiert, und zwar:

  • Normaler Teig vs. Sauerteig

  • Teig im Kühlschrank vs. Teig außerhalb des Kühlschranks rasten lassen

  • Normales Holz vs. Weber Briketts

 

Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick:

  • Der Teig sollte mindestens 12 Stunden rasten

  • Der Pizzastein muss unbedingt vorgewärmt werden, sonst bleibt euch die Pizza dran kleben

  • Holz ist doch nicht optimal, sonst schmeckt eure Pizza wie gesmoked

  • Spart bei den Briketts in der Mitte ein Loch aus (siehe Bild unten)

  • Den Mozzarella erst etwas später drauflegen, sonst schmilzt er komplett

  • Achtung beim “Transport”: Entweder belegt ihr die Pizza bereits auf dem Stein (aber da vorgewärmt, ist dieser brennheiss) oder ihr müsst sehr Acht geben, wenn ihr sie von der Arbeitsfläche auf den Stein zieht - eine ist uns so fast auf den Boden gefallen - was für eine Tragödie! ;)

  • Auf der belegten Pizza haben wir keinen großen Unterschied zwischen normalem und Sauerteig geschmeckt - beides war gut

  • Es ist auch egal, ob ihr den Teig im Kühlschrank oder draußen lagert - er sollte nur wirklich genug Platz zum Aufgehen haben

 

Zutaten (für 3 Pizzen):

 

500 g Mehl (Typ 00)

325 ml lauwarmes Wasser

25 g Hefe oder 1 Packung Trockenhefe

18 g unjodiertes Salz

 

Paradeissauce:

 

500 ml passierte Paradeiser

1 Knoblauchzehe

3 EL Olivenöl

1 Prise getrockneter Oregano

½ TL unjodiertes Salz

 

Belag:

 

3 Kugeln Büffelmozzarella (jeweils 125-150 g)

1 Handvoll Basilikumblätter

Olivenöl zum Beträufeln

Optional: 10 dag Vulcanoschinken und 30 g Rucola

Rezept:

 

Drei Dinge sind für das Gelingen eines perfekten Pizzateigs unerlässlich: Das richtige Mehl, die richtige Technik und große Hitze!

 

Nicht verzagen, wenn euch das Ergebnis beim ersten Mal noch nicht zufriedenstellt. Den Pizzateig so hinzubekommen wie die Pizzaioli in Neapel, erfordert etwas Übung. Da spreche ich aus eigener Erfahrung. Der Pizzateig muß mindestens zwölf Stunden rasten. Darum müsst ihr den Teig bereits am Vorabend beziehungsweise in der Früh machen, je nachdem wann ihr essen möchtet. Zuerst müsst ihr die Hefe vollständig im Wasser auflösen lassen. Währenddessen mischt das Salz unter das Mehl.

 

Jetzt leert das Hefewasser unter ständigem Rühren ins Mehl ein. Wer von euch eine Küchenmaschine hat, muß nicht selbst Hand anlegen. Der Teig sollte nun für mindestens fünf Minuten gut durchgeknetet werden. Wenn er sich selbstständig von Schüsselboden löst, hat er die richtige Konsistenz.

 

Bemehlt eure Arbeitsfläche ordentlich, teilt den Teig in drei gleich große Teile und rollt diese zu Kugeln. Legt diese in ein ausreichend großes, verschließbares Gefäß zum Aufgehen. Lasst genug Platz zwischen den einzelnen Teigkugeln, da diese auf mehr als das doppelte Volumen aufgehen und zusammenkleben können, sollten sie zu nahe beieinander liegen. So, nun das Gefäß verschließen und in den Kühlschrank stellen.

 

Nach frühestens zwölf Stunden könnt ihr den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und draußen noch stehen lassen, damit er wieder Zimmertemperatur annimmt. Jetzt benötigt ihr eine Spachtel oder eine Teigkarte, damit ihr die Teigstücke ordentlich herausbekommt. Bemehlt nun beide Seiten gut und drückt mit den Fingerspitzen von der Mitte nach außen hin vorsichtig ein, damit die Luft im Teig in den Rand wandert. Jetzt legt eine Hand in die Mitte und “schupft” mit der anderen die Pizza darüber. So wird die Pizza größer und der Boden immer dünner. Dieser Vorgang erfordert Übung und auch mir gelingen oft keine perfekt runden Pizzen. Aber man darf den Teig nicht stark ziehen oder mit dem Nudelholz ausrollen, da so die Luft herausgedrückt wird. Wenn es einmal gar nicht funktioniert formt wieder eine Kugel und lasst sie eine halbe Stunde zugedeckt rasten, damit sie wieder aufgeht. Dann könnt ihr es noch einmal versuchen.

 

Jetzt holt ihr euch den heißen Pizzastein vom Grill. Am einfachsten ist es, den Pizzaboden zuerst auf den Stein zu legen und erst danach die Paradeisersauce und den restlichen Belag auf ihm zu verteilen (Mozzarella erst etwas später als den Rest drauf geben). Ansonsten ist die Gefahr gegeben, daß der Boden reißt. Mit einer großen Pizzaschaufel würde es sicher einfacher funktionieren, aber nicht mal ich besitze eine.

 

So, zurück auf den Grill mit der Pizza. Die Briketts sollten zu einem Kreis geschlichtet sein und die Mitte ausgespart bleiben. Während des Backens haltet die Pizza immer in Bewegung und lasst sie ruhig mal über den Rand des Steines schauen, damit auch der Rand ordentlich Farbe bekommt. Nach etwa fünf bis sieben Minuten ist die Pizza fertig und ihr könnt euch der nächsten zuwenden. Oder erst mal essen.

 

Paradeisersauce:

 

Die geht ganz schnell und einfach. Außerdem ist genügend Zeit, während der Teig rastet. Erhitzt drei Esslöffel Olivenöl in einer Kasserolle (Topf) und schwitzt die Knoblauchzehe, welche ihr vorher klein hacken oder pressen müsst, darin an. Die passierten Paradeiser dazu leeren, einmal kurz aufkochen lassen und mit Salz und einer Prise Oregano abschmecken. Das war's auch schon wieder.


 

 

 

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