Kampf den Blattläusen


Brennesseljauche

Kaum haben wir uns gefreut, dass unsere mit Liebe eingesetzten Pflanzen schön gedeihen, hat sich auch schon ein mehr als unerwünschter Gast auf ihnen breit gemacht. Unsere fachmännisch recherchierte Diagnose lautete: Blattlausbefall.


Zuerst natürlich großer Schreck und die Frage, wie bekommen wir die nun wieder weg - insbesondere, da wir keine Chemikalien verwenden sondern dies auf völlig natürlichem Wege schaffen wollen.


Wir haben uns also schlau gemacht und es stellte sich heraus, dass es mehrere natürliche Methoden gibt, den Läusen Herr zu werden. Hier wollen wir euch erzählen, was wir verwendet haben und was bei uns gewirkt bzw. nicht gewirkt hat - vielleicht hilft es ja auch euch einmal weiter.


Brennesseljauche


Sie hilft nicht nur gegen die Läuse sondern ist auch Naturdünger pur. Leider stinkt sie extrem, also kommt dem Gefäß, in dem ihr sie gären lasst, lieber nicht zu nahe oder lasst es am besten im Freien stehen. Etwa ein Kilo der Pflanzen werden mindestens drei Tage lang in zehn Liter Wasser eingeweicht. Je länger,desto besser. Danach wird die Jauche abgesiebt. Die Brennesseln solltet ihr rasch loswerden! Spätestens nach dem Absieben wisst ihr wieso!


Das Wasser löst die Nesselgifte aus den Pflanzen und wird dann unverdünnt mittels einer Blumenspritze auf die befallenen Pflanzen gesprüht. Gebt allerdings Acht, dies nicht bei prallem Sonnenschein zu tun, da die Blätter eurer Pflanzen Verbrennungen erleiden könnten. Für anhaltenden Erfolg muss man diese Blattlaus-Kur zwar einige Male wiederholen, jedoch darf der Brennnesselsud anders als chemische Pflanzenschutzmittel ruhig in den Boden geraten und beeinträchtigt nicht die Genießbarkeit von Obst und Gemüse. Darüberhinaus eignet sich die Jauche durch die entstandene Gärung hervorragend als natürlicher Dünger.


Wir hatten mit der Brennesseljauche recht guten Erfolg. Es gab zwar zwei Komplettausfälle, ein Korianderstrauch und der Oregano haben es nicht überlebt, jedoch haben es alle anderen geschafft und sind gestärkt aus der Situation hervorgegangen. Vielleicht auch aufgrund der Tatsache, dass die Jauche nebenher als Dünger dient. Ich habe vorsichtshalber sämtliche meiner Pflanzen besprüht, nur um sicher zu gehen.


Mittlerweile habe ich immer einen Kübel, in dem Brennesseln gären, bei meinen Hochbeeten stehen und sprühe dann und wann meine Pflanzen ein. Vor allem frisch gepflanzte Setzlinge bekommen gleich mal was ab. Jedoch alles in Maßen bitte!


Bislang sind mir keine Blattläuse mehr untergekommen und ich dachte, ich hab’ alles im Griff. Doch mit den ersten reifen Früchten kamen auch Nacktschnecken und Wühlmäuse, mehr als mir lieb war, auf Besuch. Aber dazu beim nächsten Mal mehr...

#Brennessel

blickt doch mal über den tellerrand: