Wir, das sind Marlene und Thomas. Das sind 11 Jahre Kommunikationsexpertise und über 20 Jahre Kochkunst. Zwei Dinge, die sich ideal zu einem Blog vereinen lassen - weshalb wir auch auf diese Idee gekommen sind und dieses spannende Projekt gestartet haben.

 

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Ein Hoch auf die Paradiesfrucht

22.08.2017

 

Ursprünglich in Mittel- und Südamerika heimisch, wurde die “Xitomatl”, wie sie von den Azteken genannt wurde, bereits vor Jahrtausenden kultiviert und angebaut. Ihren Weg nach Europa fand sie unter anderem durch Hernando Cortez und seine Conquistadores, jenem ungewaschenen Haufen von Wegelagerern, die bei ihren Expeditionen eine blutige Schneise durchs Land zogen, auf ihrem Weg zu Macht und Ruhm.

 

Obwohl bereits im 16. Jahrhundert in italienischen Kochbüchern erwähnt, dauerte es bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, das sich der “goldene Apfel”, wie er in Italien genannt wurde, letztendlich durchsetzte.  Lange Zeit wurde sie nur als Zierpflanze in den Gärten des Adels genutzt. Man dachte zu jener Zeit irrtümlicherweise, der Paradeiser sei giftig, da er der Tollkirsche ähnlich sieht. Doch nun genug von Geschichte.

 

Für meine acht verschiedenen Paradeisersorten, welche ich dieses Jahr angepflanzt habe, ist ein komplettes Hochbeet reserviert. Leider haben ihnen heuer die Eisheiligen schwer zugesetzt. Mitte Mai seine eben gepflanzten Setzlinge unter siebzig Zentimeter Neuschnee herausbuddeln zu müssen, tut im Herzen weh.

 

Glücklicherweise haben es fast alle überlebt und ich musste nur zwei Sorten ersetzen. Allerdings hinke ich nun gut drei Wochen mit der Ernte hinterher. Dies hat aber auch einen Vorteil. Wenn die meisten ihre Paradeiser schon wieder aus Spanien oder Italien beziehen müssen, kann ich mich noch an Raritäten wie dem “Reiseparadeiser”, dem “Schwarzen Matrosen”, dem “Weißen Ochsenherz” oder der “Adama Orange” erfreuen. Jene Sorten, die die meisten Menschen nie zu Gesicht, geschweige denn auf den Teller bekommen.

 

Deshalb ist mir ein Bedürfnis, euch, solange Erntegut vorhanden ist, zu zeigen, welch ungewöhnliche Sachen ihr damit zaubern könnt. Vor allem deswegen, weil sich diese Sortenvielfalt gänzlich vom allgegenwärtigen rot der in konventionellen (also industriellen) Landwirtschaft erzeugten Paradeiser unterscheidet. Sowohl im Aussehen, im Geschmack und natürlich auch in den Möglichkeiten der Zubereitungsart. Achtet in den nächsten Wochen auf die kommenden Rezepte. Egal, ob salzig, süß oder sauer.

 

Ach ja, um etwaiger Verwunderung vorzubeugen:

Ich nenne die Paradeiser immer Paradeiser, wie diejenigen unter euch, die meine Rezepte lesen, sicher schon bemerkt haben. Warum? Wahrscheinlich am ehesten, um dieses Wort am Leben zu erhalten. So wie man es auch mit der Hundertschaft an Sorten tun sollte, die alleine der Paradeiser bietet...

 

 

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