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Peka vom Turopolje Schwein

23.07.2017

Jeder, der - wie wir - Kroatien liebt und schon öfters besuchte, hatte sicher schon einmal Peka in der einen oder anderen Zubereitungsweise beim Abendessen am Tisch stehen. Üblicherweise wird es mit Meeresfrüchten, Fisch, Lamm, oder auch Kalbfleisch serviert. Ein Festessen, welches bis auf die Zeit der Römer zurückgeht. Die Peka muss in einem geschlossenen Gefäß (am besten verwendet man einen Römertopf) in der Glut eines Feuers, je nach Menge, für zwei bis drei Stunden garen.

 

Ich habe es, da ich diesen Urlaub nicht voll auf meine Kosten kam, gleich daheim nachgekocht. Und zwar im Backrohr! Siehe da, es wurde genau so gut! Und da ja das Turopoljeschwein ursprünglich aus dem kroatischen Gebiet stammt, geht meiner Meinung nach die Authentizität nicht verloren. Das vor mir noch niemand auf diese Idee gekommen ist?

 

Zutaten (2-3 Personen):

 

50-60 dag Karree mit Knochen vom Turopoljeschwein

30 dag kleinere,speckige Erdäpfel

25 dag junge Karotten

5-6 große Knoblauchzehen

1 große, rote Zwiebel

1 Ochsenherz- oder Fleischparadeiser mit mindestens 300g

1 ½ TL unjodiertes Salz

1 TL Pfeffer aus der Mühle

1 TL getrockneter Thymian

1 EL Olivenöl

2-3 Rosmarinzweige

Rezept:

 

Als Erstes stellt die Erdäpfel in einem Topf, gut bedeckt mit Wasser, auf dem Herd auf, um sie zu kochen. Schält nun die Zwiebel und viertelt diese. Mit den Knoblauchzehen macht dasselbe. Die Karotten waschen und als ganzes verwenden. Ebenso den Paradeiser. Währenddessen könnt ihr auch das Backrohr auf 200 C° vorheizen.

 

Löst nun das Fleisch mit dem Messer vom Knochen. Ihr braucht nicht besonders sorgfältig arbeiten. Es kann ruhig ein wenig Fleisch am Knochen verbleiben, da er so beim Garen nicht nur für den guten Geschmack des Saftes der entsteht, beiträgt, sondern dass es dann  beim Essen auch ordentlich was zum runterknabbern gibt. Manche meinen, der Rippenknochen sei sogar das beste Stück. Aber entscheidet selbst.

 

Einige von euch sehen sich eventuell dazu bewegt, die verhältnismäßig, mächtig dicke Fettschicht weg zu schneiden, die sich euch präsentiert. Tut das nicht! Es war nie die Rede davon, dass Peka nicht deftig sei. Ist es nämlich!

 

Außerdem erwartet euch beim Genuß eines solchen Schwartls, das von einem Tier stammt, das auch den Winter draußen verbringt, ein guter Taucher ist und aufgrunddessen auch Wasserpflanzen oder etwa Muscheln zu seinen Mahlzeiten zählt, ein wahres Geschmackserlebnis.

 

Teilt das Stück, welches ihr vom Knochen getrennt habt, in vier Teile. Alle Zutaten könnt ihr gleich in den bereitgestellten Römertopf geben. Schält die fertig gekochten Erdäpfel, halbiert oder viertelt sie, je nach Größe, und gebt sie zum Rest dazu. Nachdem ihr abschließend noch die Rosmarinzweigerl und den Thymian auf der Peka verteilt, mit Salz und Pfeffer würzt und noch Olivenöl darüber leert, ist die Arbeit auch schon wieder getan. Deckel drauf und ab damit ins vorgeheizte Rohr.

 

Nach einer knappen Stunde nehmt den Römertopf erstmals heraus. Rührt alles einmal vorsichtig durch und seht zu, dass Stücke, die dis zu diesem Zeitpunkt im Saft, der hauptsächlich durch das Wasser im Paradeiser und das Fett vom Turopoljeschwein entstanden ist, geschwommen sind, nun oben platziert werden. So können auch diese ordentlich Farbe annehmen.

 

Nach einer weiteren Stunde müsste das Peka fertig sein. Probiert zur Kontrolle eines der fetten Stücke. Bei einer knusprigen Stelle sollte sich jeglicher Kommentar erübrigen, der weiche Teil muß im Mund fast zergehen.

 

Gegebenenfalls stellt den Römertopf noch für eine Viertelstunde ohne Deckel ins Rohr. Lasst die Peka noch für zehn Minuten rasten und serviert sie gleich im Römertopf. Jeder soll sich bei Tisch einfach selbst bedienen. Als Beilage benötigt ihr lediglich etwas Schwarz- oder Weißbrot, mit dem ihr den vorhandenen Bratensaft auftunken könnt.

 

Dann genießt mal das Essen und streitet euch nicht um die besten Teile. Ein jeder schmeckt top!

 

 

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