Carpacciovariation vom Hirsch und Hochlandrind

19.07.2017

Vorweg sei gesagt, dass es mir bei der Verwendung des Ötscherland-Hochlandrindes eher darum geht, euch immer wieder auf alte und seltene Rassen aufmerksam zu machen. Sie unterscheiden sowohl geschmacklich, wie auch in der Maserung des Muskelfleischs und natürlich in der Qualität erheblich vom allseits erhältlichen Fleckvieh. Speziell bei einem Gericht, bei dem rohes Fleisch verwendet wird, macht die Qualität einen maßgeblichen Unterschied im Geschmack.

 

Zutaten (für 2 Portionen):

 

Jeweils 50 g vom Mittelstück des Filets eines Ötscherland-Hochlandrindes und einer Hirschkuh

Eine Hand voll Rucola

Ein Ochsenherzparadeiser

Hochwertigen, roten Balsamicoessig

Hochwertiges, fruchtig-scharfes Olivenöl

Ursalz aus dem Ausseerland (oder anderes, unbehandeltes Bergsalz)

Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Rezept:

 

So…für alle unter euch, die keine hochwertige Wurstschneidemaschine oder ein scharfes Fleischmesser haben und mit diesem umzugehen wissen, ist es leider hier schon wieder zu Ende. Es sei denn, ihr verwendet Carpaccio, das für euch zugeschnitten wurde.

 

Ach ja…eine Gefriertruhe ist auch notwendig, denn um hauchdünne Scheiben vom Filet runter schneiden zu können, muß es etwa eine dreiviertel Stunde angefroren werden.

 

Ich würde euch empfehlen, von beiden Filets ein ausreichend großes Stück zu kaufen, groß genug etwa für Steaks. Ihr müsst nämlich bedenken: Um hauchdünne Scheiben zu erzielen, ist es notwendig, diese von einem größeren Stück herunter zu schneiden. Außerdem fällt die Menge, die ihr von eurem etwaigen Steak abschneidet nicht groß auf (weder dem Filet noch dem Brieftascherl!) und ihr bekommt gleich zwei Gerichte aus einem Stück Fleisch.

 

Nun aber zum Wesentlichen, der Zubereitung:

 

Nehmt das Fleisch aus der Kühltruhe, das seit einer guten halben Stunde in der Tiefkühltruhe liegen sollte, kontrolliert, ob es angefroren genug ist (der Rand sollte bereits steif sein, in der Mitte sollte man es allerdings gerade noch eindrücken können) und legt es ansonsten noch ein wenig ins Eis zurück. Stellt eure Schneidemaschine auf die kleinstmögliche Stufe ein und zieht das Filet langsam durch die Klinge. Indem ihr die Schnitten mit der linken Hand festhaltet und nicht einfach herunterfallen lasst, wo sie sich unweigerlich verwursteln und dann kaum noch zu entwirren sind, gewährleistet ihr, dass beim Anrichten alles leichter geht und auch besser aussieht.

 

Am besten legt ihr jede Schnitte sogleich auf den vorbereiteten Tellern auf.

Salzt und pfeffert sie gleich ein wenig ein, damit die Gewürze einziehen können.

Die Paradeiser schneidet etwa zwei bis drei Millimeter dick, verteilt die Scheiben auf den Tellern und salzt sie ebenfalls ein.

Nun nur noch den Rucola, den ihr, je nach Größe, ein bis zweimal durchreißt, darüberstreuen und mit Balsamico und Olivenöl garnieren.

Fertig.

 

Ich persönlich lasse den Essig und das Öl während dem Essen bei mir stehen, da ich mir da und dort gerne noch etwas überträufle. Allerdings sollte man beim Anrichten etwas sparen, da nicht alles in Flüssigkeit schwimmen sollte.

 

Hier noch ein guter Ratschlag:

Versucht, auf Ausflügen, einem Bauernmarkt oder im Urlaub verschiedene Öle, Essig, oder eben unraffiniertes Salz zu verkosten und zu erstehen. Lernt, die oft markanten Unterschiede heraus zu schmecken und zu verstehen, das sich bei ein und denselbem Salat unzählige Geschmäcker erzielen lassen. Nur durch Verwendung einer Zutat aus einem anderen Gebiet zum Beispiel.

 

Lasst es euch schmecken!

 

Auf Facebook teilen
Please reload

Filet-Baconbomb vom Weber PULSE 2000

Rindsbouillon mit Frittaten

Ente mit Birnen-Rotkraut und Erdäpfelknödel vom Weber PULSE 2000

1/10
Please reload

blickt doch mal über den tellerrand:

Wir, das sind Marlene und Thomas. Das sind 11 Jahre Kommunikationsexpertise und über 20 Jahre Kochkunst. Zwei Dinge, die sich ideal zu einem Blog vereinen lassen - weshalb wir auch auf diese Idee gekommen sind und dieses spannende Projekt gestartet haben.

 

Weiterlesen

About
  • Grey Facebook Icon
  • Grey Instagram Icon
  • Grey YouTube Icon
Handgemachte Ravioli
Schweinefilet
Cheeseburger mit Speck
Erdäpfel
Handgemachtes Wurzelbrot
Thailändische Hühnersuppe mit Ente
Fusilli alla cilentana
Fusilli selber machen
Sugobasis kochen
Sugo
Fleisch
Fusilli wie in Italien
Bärlauchchilicremesuppe
Himbeer-Banane-Kiwi-Smoothie
Zutaten | Rezepte
Knuspriges Entenfleisch
Nach Tags suchen
Wien, Österreich
kuechenrowdy@gmail.com
Copyright © 2017 Küchen Rowdy. Alle Inhalte dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt.
Mehr anzeigen