Wen oder was pflanzt der eigentlich?

25.06.2017

Soweit ich mich erinnern kann, stand fast immer zumindest ein Basilikumsträuchlein in meiner Küche. Allerdings ging mal einer ein oder er war vollkommen abgerodet, da es halt immer bei einem Sträuchlein blieb. Andernfalls hätte ich den Basilikum ja in einen größeres Behältnis umtopfen müssen. So entstand erstmal der Gedanke, mir auf meinem Küchenfensterbrett ein Kräuterkistl aufzustellen, da der Verbrauch bei jemandem wie mir recht hoch ist. Alleine die Vielfalt an Kräutern (Koriander, Liebstöckel, Thymian oder Oregano), die ich ständig verwende, machte es mir schwer, diese in hoher Qualität (oder überhaupt) zu erstehen.   

 

Vor zwei Jahren startete ich damit, mehr als ein Fensterbrett in Beschlag zu nehmen, um mir neben den bereits erwähnten Dingen auch Zitronenmelisse, Schokominze, Eukalyptus, Thaibasilikum und dergleichen zu ziehen. Tja, mittlerweile sind alle Fensterbretter über die volle Länge besetzt und ein paar Pflanzen sitzen in eigenen Töpfen, da sie sich mit anderen nicht vertragen, sowie zum Beispiel Petersilie und Koriander oder weil sie einfach viel weniger Wasser benötigen als andere.

 

Es ist mir mit Oregano bereits zweimal passiert, dass er mir einging oder aber massiv von Blattläusen befallen war. Was man also tun muss, um so etwas zu verhindern Neben einschlägiger Literatur über Biogartenbau, in die ich mich zur Zeit einlese, ist es auch wichtig, dass man die Pflanzen beobachtet und und lernt, was sie benötigen. Themen wie Schädlingsbekämpfung mit Hausmitteln, richtigem Einsetzen von Setzlingen und dergleichen. Ich werde detailliert und im Einzelnen in weiteren Berichten auf alles eingehen.

 

Wer jedoch nur Schnittlauch und zwei, drei andere Sachen braucht, sollte an dieser Stelle nicht abgeschreckt sein und denken, dass ein paar Kräuter und vielleicht eine Erdbeerstaude in der Wohnung Insektenbefall und Unmenge an Arbeit bedeuten. Solche Dinge sind erst notwendig, wenn, wie bei mir, alles eine größere Dimension annimmt. Denn da ich seit heuer auch erstmals Hochbeete zusätzlich benutze, ist es mir nun auch möglich, verschiedene Gemüse- und Obstsorten, oder aber verschiedene Salate anzubauen. Dazu gehören immerhin acht Paradeiser-Raritäten wie das "mazedonische Ochsenherz" (eine Sorte, die bis zu einem Kilo schwere Früchte trägt), "Green Zebra" oder der “schwarze Matrose”.

 

Zur schärferen Gattung zählen die kleine, aber feine “Snow White” (ein kleiner Habanero) und “Thai Hot”, eine Chili die ich für alles asiatische verwenden kann sowie die “Trinidad Perfume”, einer Sorte aus Afrika mit fruchtigem Geschmack. Was natürlich nicht fehlen darf sind Gurke, Zucchini, Melanzani, Paprika sowie Mangold. Bei einigen warte ich noch drauf, was passieren wird, manche hinken den Erwartungen hinterher und bei einigen bin ich echt beeindruckt von dem, was da abgeht.

 

So sprießen meine Salate, die ausschließlich auf zwei Fensterbrettern mit einer Länge von jeweils einem Meter wachsen, enorm. Und zwar in einem Maße, das ich meinen Rucola, regelmäßig zu Pesto verarbeiten muß. Auch die Kapuzinerkresse macht sich prächtig.

 

Na der Arme, die Probleme hätte ich gerne, werden sich jetzt die meisten von euch denken. Aber es steckt schon ein wenig Organisation und Arbeit dahinter. Vor allem, da es auch notwendig ist, mit dem Speiseplan um deine Erzeugnisse herum zu jonglieren. Aber genau das ist es ja, worauf ich langfristig hinaus will. Einerseits ökologisch erzeugtes Obst und Gemüse anbauen, mit dem ich meinen Eigenbedarf so gut wie decken kann. Andererseits die Möglichkeit, alte und seltene Sorten zu schützen, die wegen der Industrialisierung der Landwirtschaft vom Aussterben bedroht sind, aber geschmacklich sowie auch optisch allem im Supermarkt erhältlichen weit überlegen sind.

 

Eine eigene Beerenhecke mit über sechs Metern Länge haben mein Freund Robert und ich auch angelegt, allerdings wird sich da der Erfolg erst im nächsten Jahr einstellen. Wie ich zumindest schwer hoffe, da ich verrückt nach jeglichen Beeren bin!

 

Tja, dies war mal ein kleiner Überblick darüber, was sich alles in meinem Sortiment befindet. Eigentlich in jedem Gericht, das sich für euch auf dieser Seite koche, befindet sich etwas aus meinen beiden Minigärten. Und sei es nur zu Dekorationszwecken ;)

 

 

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Wir, das sind Marlene und Thomas. Das sind 11 Jahre Kommunikationsexpertise und über 20 Jahre Kochkunst. Zwei Dinge, die sich ideal zu einem Blog vereinen lassen - weshalb wir auch auf diese Idee gekommen sind und dieses spannende Projekt gestartet haben.

 

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