Wir, das sind Marlene und Thomas. Das sind 11 Jahre Kommunikationsexpertise und über 20 Jahre Kochkunst. Zwei Dinge, die sich ideal zu einem Blog vereinen lassen - weshalb wir auch auf diese Idee gekommen sind und dieses spannende Projekt gestartet haben.

 

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Hochbeet bauen

20.05.2017

Wenn mir jemand vor zehn Jahren gesagt hätte, daß ich einmal meine eigenen Kräuter, Obst und Gemüse aufziehe, hätte ich ihn schlichtweg für verrückt gehalten. Aber wie man sieht, kommt es erstens anders und zweitens als man denkt. Ausschlaggebend für das Ganze war eigentlich mein Ärger darüber, wie kompliziert es sich gestaltet, die jeweils passenden und darüber hinaus wirklich frischen Kräuter für was auch immer ich kochen wollte zu besorgen. Manchmal habe ich mich selbst an meine Oma erinnert, die ständig mit ihren Rabattmarkerl unterwegs war und für einen einzigen Einkauf den halben Tag unterwegs war, um von jedem Produkt, das sie benötigt hat, das günstigste zu erhaschen.

 

Zugegebenermaßen…ich vergleiche schon auch die Preise, aber der Grund, warum ich oft bei bis zu vier Märkten (und ich spreche hier von Märkten, keinen Supermärkten!) während einem Einkauf gewesen bin, lag hauptsächlich daran, dass ich nicht die Sachen bekam, die ich wollte beziehungsweise nicht in der Qualität, welche ich erwarte. Tja, es ist so wie bei vielem im Leben...möchtest du, dass es wirklich passt, kümmer dich selbst darum.

 

So, here we are!

Ich habe vor drei Jahren begonnen, mir die wichtigsten Kräuter, die ich fast ständig in der Küche benutze, wie Basilikum, Rosmarin, Thymian oder Liebstöckel, auf meinen Fensterbrettern anzubauen. Der Grund dafür war der Ärger, der sich jedesmal in mir aufstaute, wenn ich bei einem Einkauf wieder vergeblich versuchte, die notwendigen Utensilien zu erhalten. Und falls dies einmal ausnahmsweise gelang, fühlte ich mich wie Odysseus, als er nach seiner langen Reise zu seiner Penelope zurückkehren konnte.

 

Mit jeder Saison ist allerdings die Zahl der “wichtigsten Pflanzen” größer geworden. Aus diesem Grund war es unumgänglich, ausreichend Platz zu finden, da das Ganze eine Eigendynamik übernahm. Da Marlene und ich leider noch kein Haus gefunden haben, immer noch im Moloch der Stadt gefangen sind und nur sechs Fensterbretter zur Verfügung haben auf denen Blumenkisteln Platz haben, wurde es notwendig, zu expandieren. Glücklicherweise trat in eben diesem Moment mein Freund Robert an mich heran und machte den Vorschlag, auf seinem Grund und Boden, wovon es genug gibt, damit zu beginnen, Hochbeete zu bauen.

Wohlan denn…

 

Dies soll keine Anleitung zum Hochbeet bauen sein, denn um dies zu bewerkstelligen, ist es sowieso vonnöten, quasi ein Heimwerker zu sein und solche Leute brauchen jetzt keine Lehrstunde, wie man es richtig macht. Also diejenigen, die das Privileg haben, einen Garten ihr Eigen zu nennen, Verwandte, oder Freunde haben, die helfen können, sollten auf jeden Fall mit dem Gedanken liebäugeln, so etwas zu versuchen.

 

Für die ersten zwei Hochbeete (es werden auf jeden Fall noch einige folgen), haben wir uns entschieden, Lärchenholz zu verwenden. Es ist extrem witterungsbeständig, schaut top aus und es ist leistbar. Um genau zu sein, haben wir Terrassendielen in den Maßen 3000x148x24mm verwendet. Dazu Staffeln mit der Dimension 4000x100x100mm.

 

Um Materialverschnitt weitestgehend zu vermeiden, haben wir die Hochbeete im Maß 3000x1500mm gebaut. Das Ganze wurde fünf Bretterreihen hoch. Gemeinsam mit der oberen Verblendung, die gleichzeitig als Ablage dienen kann (siehe Fotos), wird so eine Höhe von von knapp 80 Zentimetern erreicht, welche vollkommen ausreicht.

 

Die Staffeln wurden dem Gefälle des Geländes entsprechend zugeschnitten, auf Eisendornen angeschraubt, in die Waage gebracht und einbetoniert. Nachdem der Bretterrahmen mit Spax befestigt wurde, haben wir am Boden ein Wühlmausgitter montiert, damit keine Wühlmäuse von unten eindringen können.

 

Die Innenseite vom Korpus wurde mit Teichfolie ausgekleidet, welche wir ordentlich “angetuckert” haben. Diese dient zum Schutz vor Verwitterung des Holzes. Die meiste Arbeit verlangte dann das Füllen der Beete von uns ab. Allein der Holzschnitt, der die unterste Schicht des Beets bildet, hat uns einiges an Zeit gekostet, zumal wir nichts zugekauft, sondern den umliegenden Waldrand gerodet haben. Die mittlere Schicht bildeten einfach die Grassoden, die wir über den Bereich der Hochbeetfläche ausgestochen haben. Zusätzlich haben wir die Erde verwendet, die wir ausheben mussten, damit das Beet auf dem abfälligen Gelände gerade steht. Als oberste Schicht kam dann gedüngte Erde aus der Gärtnerei zur Verwendung, in welche dann die Setzlinge gepflanzt wurden.

 

Wir haben mit Einkauf, Bau und Befüllung für ein Hochbeet ungefähr zwei volle Arbeitstage gebraucht. Jedoch hatten wir einen langen Anfahrtsweg und das Material sowie Werkzeug musste weit getragen werden. Bei günstigeren Rahmenbedingungen ist es sicher möglich, das Ganze zu zweit in einem Tag zu schaffen. Dabei kommt es natürlich auch darauf an, wie handwerklich geschickt ihr seid. Die Kosten beliefen sich bei uns insgesamt ca. auf 300€. Hier ist aber sämtliches Material sowie auch Schnellzement und Spax inkludiert. Der Preis eines solchen Hochbeets kann natürlich stark variieren, abhängig davon, welche Materialen verwendet werden und ob es einbetoniert wird oder nicht. Auch, ob man erst alles neu zukaufen muss oder manche Dinge bereits vorhanden sind. 

 

In Zukunft möchten wir unseren eigenen Kompost und Pflanzerde herstellen, aber wir stehen halt auch noch am Anfang.

 

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